Montag Nachmittag verschlug es uns nach Namsan, dem Südberg, der 256m hoch ist und in der Mitte von Seoul steht. Der gesamte Berg bildet den ca. 3km² großen Namsanpark. Auf seinem Gipfel, der zu Fuß oder mit einer Seilbahn erreicht werden kann, steht der N Seoul Tower, ein nochmal 236 Meter hoher Fernsehturm. Man hätte auch den Bus nehmen können um dort hoch zu gelangen. Mutig und unüberlegt, entschieden wir uns den ganzen Weg, also von Subway-Station bis zum Tower zu laufen. Bei 38Grad und hoher Luftfeuchte keine besonders gute Idee. Trotzdem schafften wir die 1.1km bergauf, obwohl sich mittlerweile mein T-Shirt in eine andere Farbe wechselte. Wir erreichten endlich die Bushaltestelle, wo alle Passagiere aussteigen mussten, um den letzten Weg zu Fuß zu gehen. Noch einmal wurde der Anstieg steil.
Auf verschiedenen Besichtigungsplattformen konnte man einen schönen Ausblick auf Seoul genießen. Verrückte Parkbänke, die in der Mitte gebogen sind, wie auch verschiedene, künstliche Bäume verzierten das Gelände. An diesen Bäumen und an den Geländer gibt es eine Besonderheit: an ihnen sind unzählige Schlösser (Liebesschlösser) angebracht mit verschiedenen Widmungen. Natürlich kann man eins in den Souveniershops erwerben, was wir auch taten. Anschließend bestiegen wir den Lift und ließen uns in das Observatorium des 236m hohen Fernsehturms schießen. In dem Rundgang kann man verschiedene Städte der Welt mit ihren Kilometerzahlen ablesen, beispielsweise von Berlin.
der erste Pausenstützpunkt von 1.1km
oben angekommen – der Kreis bietet eine kleine Erfrischung
verrückte Parkbänke mit vielen, vielen geschmückten Bäumchen
auch an den Geländern befinden sich massenweise Schlösser
unser graviertes Schloss hängt nun auch dran
Entfernung von hier nach Deutschland
Bis ganz zum Sonnenuntergang oben zu bleiben, hatten wir leider nicht geschafft, da wir zum Abend essen mit Joon in Seoul verabredet waren. Was ursprünglich nur als Essen geplant war, endete früh um zwei Uhr. Zum Essen ging es mal wieder zum Barbecue, dieses Mal in einem Campingähnlichen Restaurant. Von dort aus ging es weiter in die Noraebang, ein koreanischer Karaokeraum, indem verschiedene große Gesellschaften Platz haben. Dort wurden wir das erste Mal nach unseren Ausweisen gefragt . In der Kabine ist man unter sich. Ich und Alex wählten englische Titel, Joon und seine Begleitung die koreanischen Titel. Da Alex und ich kaum Lieder fanden, die wir zusammen singen konnten, musste ich dann auf auf 15 Jahre alte Backstreet Boys Lieder zurückgreifen, sehr zur Freude von Joon, um halbwegs gute Punkte zu sammeln. Wir waren somit nicht die besten. Als wir 2 Stunden unser bestes gaben, verschlug es uns wie sonst auch noch in unsere Stammkneipe.
peace Backstreet Boys
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